Mit der Unterschutzstellung des hinteren Lauterbrunnentales
ist kein zweiter Nationalpark geschaffen worden. Die dort
ansässige Alpwirtschaft sollte weiter betrieben werden;
Naturschutz ist hier also als Kultur- und Heimatschutz zu
verstehen.
Die beiden Alpen werden vom SBN
verpachtet und von den Pächtern traditionell, ohne Düngung
und Einsatz von Pestiziden, bewirtschaftet Die Weideflächen
werden von den etwa 70 Ziegen, 30 Gitzi, 15 Rindern und Kühen
und bis zu 100 Schafen angemessen genutzt. Traditionell ist
hier auch die Käseproduktion.
Ein Schutzgebiet will gepflegt
und verwaltet werden. Föhnstürme und Lawienenniedergänge
ziehen immer wieder den Wald in Mitleidenschaft, die Alpgebäude
müssen unterhalten und die Weiden von Steinen freigehalten
werden. Um die anfallenden Betreuungsarbeiten zuverlässig
und auch in Zusammenarbeit mit der Gemeinde gewährleisten
zu können, wurde ein Bergrat, mit zwei Gemeinde und drei
SBN Vertretern gegründet. Ihm untersteht die Verwaltung
des Naturschutzgebietes.